Im Proxmox-Cluster laeuft jetzt ein eigener LXC-Container fuer Coolify. Der Container hat Ubuntu 24.04 LTS, eine feste Adresse im Servernetz und Docker als Grundlage fuer Coolify. Damit steht die Umgebung, in der ich meine Anwendungen kuenftig bereitstellen kann.
Nach dem Cluster-Aufbau und den Firewall-Regeln bekommt Proxmox einen weiteren konkreten Dienst. Coolify soll das Deployment von Anwendungen uebernehmen, waehrend Proxmox weiterhin den Container und dessen Ressourcen verwaltet.
Ein eigener Container fuer Coolify#
Den LXC habe ich selbst mit pct create angelegt. Das betrachtete Community-Skript kam
nicht zum Einsatz; fuer Coolify selbst habe ich anschliessend den offiziellen Installer
verwendet.
| Einstellung | Wert |
|---|---|
| CT-ID und Hostname | 120, coolify |
| System | Ubuntu 24.04 LTS |
| CPU und RAM | 4 Kerne, 4096 MiB RAM |
| Speicher | 40 GiB auf local-lvm |
| Container-Typ | unprivilegiert |
| Zusaetzliche Features | nesting=1,keyctl=1 fuer Docker im LXC |
Ein LXC bringt seine eigenen Programme und Systemdateien mit, verwendet aber den Kernel des Proxmox-Hosts. Innerhalb dieser Umgebung laeuft Docker mit den Coolify-Diensten. Die Infoseite LXC-Container verstehen erklaert die Ebenen und haelt die Befehle fuer den Aufbau fest. Eine Einfuehrung in den Host selbst gibt es bereits unter Proxmox verstehen.
Die Adresse kommt aus dem Servernetz#
Der Container wurde zunaechst mit DHCP angelegt und danach auf 10.10.10.20/24
umgestellt. Das Gateway ist 10.10.10.1, als DNS-Server dient der vorhandene Pi-hole
unter 10.10.10.3. Adresse, Route und Namensaufloesung funktionierten nach der Umstellung.
Dabei war die VLAN-Zuordnung entscheidend. Nach meinem
Netz-Layout gehoert Coolify ins
Server-VLAN 10. Das dokumentierte Hypervisor-Port-Profil fuehrt dieses VLAN jedoch
bereits als Native VLAN, also ungetaggt. Der LXC haengt deshalb an vmbr0 ohne
zusaetzlichen VLAN-Tag. Eine Adresse aus dem richtigen Subnetz allein wuerde eine
falsche Zuordnung am Switch nicht korrigieren.
Die bestehenden Firewall-Regeln erlauben den Zugriff vom Arbeitsnetz auf das Servernetz. Fuer diesen lokalen Betrieb ist keine Portweiterleitung am Internetanschluss erforderlich.
Eine Locale-Warnung vor der Installation#
Beim Aktivieren von SSH erschien mehrfach perl: warning: Setting locale failed.
LANG stand auf en_US.UTF-8, die passende Locale war im frischen Container aber noch
nicht verfuegbar. Die Meldung sagte fuer sich genommen nichts darueber aus, ob SSH lief.
Nach Installation des Pakets locales, locale-gen en_US.UTF-8 und dem Setzen der
Standard-Locale war das behoben. Die genaue Befehlsfolge steht auf der
Coolify-Infoseite.
Coolify ist installiert#
Der offizielle Installer lief anschliessend innerhalb des LXC als root. Er richtet
Docker und die Coolify-Dienste ein. Die lokale Dashboard-Adresse fuer diesen Aufbau
lautet http://10.10.10.20:8000.
Damit ist die Installation abgeschlossen. Ein erstes Anwendungsdeployment ist ein eigener naechster Schritt; dieser Eintrag dokumentiert den Container und die Coolify-Installation. Ebenso stehen eine eigene Dashboard-Domain mit HTTPS sowie eingerichtete und gepruefte Backups noch aus. Die Infoseite zu Coolify erklaert, welche Aufgaben die Plattform uebernimmt und welche Daten separat gesichert werden muessen.