Omarchy auf dem Laptop

Mein kleines Linux-Side-Project hat eine andere Richtung bekommen: Auf dem Laptop ist inzwischen Omarchy installiert. Urspruenglich wollte ich Arch Linux aufsetzen, habe mich dann aber umentschieden. Die Arch-Basis bleibt dabei erhalten; mit Omarchy kommt eine bereits eingerichtete Desktop-Umgebung dazu.

Was Omarchy mitbringt#

Omarchy ist eine Linux-Distribution auf Basis von Arch Linux, mit Hyprland als Fenstermanager und einer Auswahl vorkonfigurierter Programme. Das Projekt stammt von David Heinemeier Hansson, kurz DHH. Die Idee dahinter ist ein System, bei dem viele Entscheidungen ueber Programme, Bedienung und Gestaltung bereits getroffen sind.

Omarchy nennt diesen Ansatz Omakase: Man startet mit einer zusammengestellten Auswahl und kann sie anschliessend anpassen. Dazu gehoeren Anwendungen fuer den Alltag und die Entwicklung, etwa Chromium, Neovim und LibreOffice. Die Projektseite beschreibt auch die gemeinsamen Themes, die unter anderem Terminal, Leiste, Benachrichtigungen und Hintergrund aufeinander abstimmen.

Fuer mein Side Project ist das ein konkreter Ausgangspunkt. Ich kann mit der vorbereiteten Umgebung anfangen und beim Benutzen herausfinden, welche Einstellungen und Programme fuer mich passen.

Hyprland und die Bedienung mit der Tastatur#

Ein zentraler Bestandteil ist Hyprland. Der Fenstermanager ordnet Fenster im Tiling-Modus automatisch auf dem Bildschirm an. Browser und Terminal koennen dadurch direkt nebeneinander stehen; weitere Fenster werden in das Layout eingefuegt. Ueber Arbeitsflaechen lassen sich verschiedene Aufgaben trennen.

Omarchy setzt dabei stark auf Tastaturkuerzel: Programme starten, zwischen Fenstern wechseln, Fenster verschieben und Arbeitsflaechen aufrufen gehoeren zum normalen Ablauf. Freischwebende Fenster sind ebenfalls moeglich. Die Einfuehrung zur Navigation zeigt diese Bedienung mit Beispielen.

Das wird ein Teil des Ausprobierens auf dem Laptop: die wichtigsten Kuerzel lernen und herausfinden, wie gut diese Arbeitsweise fuer mich funktioniert.

Arch Linux bleibt die Grundlage#

Unter der vorbereiteten Oberflaeche steckt weiterhin Arch. Damit bleiben auch die Paketverwaltung mit pacman und das grundlegende Rolling-Release-Modell relevant: Software wird laufend aktualisiert, ohne dass fuer jede neue Hauptversion der Basisdistribution eine Neuinstallation ansteht. Arch beschreibt diese Grundlagen auf seiner Projektseite.

Omarchy bringt zusaetzlich eigene Releases und einen abgestimmten Update-Ablauf mit. Dieser aktualisiert Pakete und fuehrt auch die zugehoerigen Anpassungen an der Omarchy-Konfiguration aus. Fuer Systemupdates ist deshalb die Update-Funktion von Omarchy vorgesehen. Wie Pakete, Migrationen und Snapshots dabei zusammenspielen, steht im Handbuch zu Updates.

Vom Bootstick zur Installation#

Fuer die Vorbereitung hatte ich bereits nach meiner Anleitung Boot-Stick im Terminal einen Installationsstick erstellt. Dort ist beschrieben, wie eine ISO mit lsblk, umount und dd auf den passenden USB-Stick geschrieben wird.

Omarchy bietet fuer die Installation eine eigene ISO an. Der im offiziellen Getting Started beschriebene Weg fuehrt ueber einen USB-Stick und einen Installer, der nach der Konfiguration das System samt Desktop einrichtet. Dafuer wird das Omarchy-Installationsmedium verwendet.

Bei mir ist die Installation inzwischen abgeschlossen. Damit geht es jetzt um die Einrichtung und die ersten Erfahrungen im Alltag.

Die naechsten Schritte auf dem Laptop#

Als Naechstes moechte ich mich mit der Bedienung vertraut machen und meine Arbeitsumgebung einrichten. Auf einem Laptop interessieren mich dabei auch die praktischen Dinge: Wie verhaelt sich das System beim Zuklappen, wie gut passt die Darstellung zum Display und wie schlaegt es sich im Akkubetrieb?

Diese Erfahrungen und die Anpassungen, die sich daraus ergeben, halte ich hier nach und nach fest. Der Anfang steht: Omarchy ist installiert, jetzt wird es benutzt.